3R-Highlight des Monats

Unsere Themen

  • Ein Mäusehabitat, das sich selbst beobachtet

    Im Projekt „NoSeMaze“ haben Forschende einen sensorbestückten Lebensraum für Mäuse entwickelt. Darin kann man größere Gruppen über Wochen rund um die Uhr untersuchen, ohne die Tiere zu stören. So lassen sich gleichzeitig Daten zu Rangordnung, sozialen Beziehungen und Lernverhalten gewinnen. Mit überraschenden Ergebnissen.

  • Neuer Ansatz für eine moderne Sicherheitsbewertung

    Wie lassen sich mögliche Risiken von Chemikalien und Arzneistoffen für die menschliche Entwicklung zuverlässig untersuchen und zugleich Tierversuche reduzieren? Das internationale Verbundprojekt „ReproTracker“ setzt genau hier an. Im Mittelpunkt steht die Validierung einer humanbasierten In-vitro-Methode, die wichtige Prozesse der frühen Embryonalentwicklung abbildet.

  • Mehr Tierwohl und Präzision in der Augenheilkunde

    Das Projekt „BestPracticePig 2“ nutzt Schweineaugen aus Schlachtabfällen, um Tierversuche an Mäusen in der Augenheilkunde zu reduzieren. Da das Schweineauge dem menschlichen anatomisch ähnlicher ist, bietet dieses Modell eine höhere biologische Relevanz für die Erforschung von Volkskrankheiten wie der Makuladegeneration. Das Ziel: Ein kostengünstiger, genetisch vielfältiger Standardtest für die Wirkstoffforschung.

  • Digitale Patienten ersetzen Tierversuche in der Beatmungsforschung

    Intelligente Beatmungsgeräte retten schon heute Leben. Doch bevor neue Funktionen zum Einsatz kommen, muss ihre Sicherheit nachgewiesen werden. Bislang geschieht das häufig durch Tierversuche, insbesondere an Großtieren. Das Projekt „CMS4VENT“ entwickelt einen digitalen Patientensimulator, der diese Versuche durch computerbasierte Simulationen ersetzen soll.

  • Tierethik im Forschungsalltag verankern

    Wissenschaftliche Fakten allein reichen oft nicht aus, um die Vertretbarkeit von Tierversuchen sicher zu beurteilen. Häufig fehlt es an der Kompetenz, ethische Argumentationsmuster sicher anzuwenden. Die interdisziplinäre E-Learning-Plattform „3REthicsWeb“ soll diese Lücke schließen: Durch praxisnahe Fallbeispiele aus der Forschung hilft das modulare Training dabei, ethische Reflexion fest in der wissenschaftlichen Praxis zu verankern.

  • Antikörper aus Mikroalgen für eine tierfreie Diagnostik

    Das Projekt AniSAn entwickelt eine hocheffiziente Produktionsplattform für sekundäre Antikörper auf Basis von Kieselalgen. Gängige Diagnoseverfahren wie Schwangerschafts- oder Corona-Schnelltests können dadurch erstmalig auf tierische Produktionssysteme verzichten. Langfristig könnte das die weltweite Antikörperherstellung revolutionieren.

  • Neue Testverfahren für wirksamere Therapien bei Osteoporose

    Das Projekt „InVITOP“ will eine zuverlässige und standardisierte in-vitro-Testbatterie entwickeln, die die Wirksamkeit und Sicherheit neuer Wirkstoffe gegen Osteoporose an menschlichen Knochenzellen im Labor testen kann. Die Testbatterie soll alle Anforderungen für eine Zulassung erfüllen und damit Tierversuche deutlich reduzieren.

  • Innovative Plattform setzt neue Standards in der Mikrotumor-Forschung

    Mit „ADAPT-2“ entsteht eine automatisierte Plattform, die die Analyse von Mikrotumoren optimiert – schnell, schonend und präzise. Das innovative „Pick-Flow-Drop“-Prinzip in Kombination mit KI-gestützter Bildgebung sorgt für standardisierte und verlässliche Testergebnisse. Gleichzeitig trägt die Plattform dazu bei, Tierversuche zu reduzieren.

  • Innovative Netzhaut-Organoide für mehr Patientensicherheit und weniger Tierversuche

    Forschende entwickeln im Projekt „Retina-MPS“ künstliche Netzhaut-Organoide, die den menschlichen Sehsinn komplexer nachbilden als zuvor. Hierfür kombinieren sie Modelle aus Stammzellen mit sogenannten mikrophysiologischen Systemen. So soll nicht nur die Zahl der Tierversuche in der Forschung reduziert, sondern auch die Sicherheit neuer Medikamente für die Augenmedizin deutlich verbessert werden.

  • Charité macht Humangewebe für die Forschung nutzbar

    Was in der Klinik bislang oft im Abfall landet, ist für die biomedizinische Forschung von großem Wert: Die Charité Universitätsmedizin Berlin entwickelt mit der „Primary Tissue Pipeline“ eine neue Plattform, um menschliches Gewebe gezielt für wissenschaftliche Zwecke nutzbar zu machen – und damit künftig Tierversuche zu ersetzen.

  • Die humane Immunantwort in der Onkologie in in-vitro Modellen nachbilden

    Immuntherapien sind ein vielversprechender Ansatz zur Stärkung des patienteneigenen Immunsystems bei Tumorerkrankungen. Für die Entwicklung der Therapien sind Modellsysteme erforderlich, die die menschliche Immunantwort realistisch nachbilden. Das ImmuneMPS-Projekt hat sich die Entwicklung solcher Modelle zum Ziel gesetzt und startet in Kürze.

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