Tierschutzforschungspreis geht an Umwelttoxikologin Beate Escher
Die Umwelttoxikologin Beate Escher hat den Tierschutzforschungspreis 2026 des Bundesministeriums für Landwirtschaft, Ernährung und Heimat erhalten. Die mit 100.000 Euro dotierte Auszeichnung würdigt ihre Forschung an zellbasierten Testverfahren, mit denen sich Tierversuche bei der Gefahren- und Risikobewertung von Chemikalien ersetzen lassen.
Quelle: Sebastian Wiedling UFZ
Wie lassen sich die Risiken von Chemikalien beurteilen, ohne dafür Versuchstiere einsetzen zu müssen? Mit dieser Frage beschäftigt sich die Umwelttoxikologin Beate Escher. Für ihre Pionierarbeit zu zellbasierten Testverfahren ist sie nun mit dem Tierschutzforschungspreis 2026 des Bundesministeriums für Landwirtschaft, Ernährung und Heimat (BMLEH) ausgezeichnet worden.
Im Mittelpunkt von Eschers Forschung stehen Testsysteme, die auf lebenden Zellen basieren. Mit ihnen lässt sich etwa untersuchen, ob und wie bestimmte Schadstoffe oder Arzneimittel das Wachstum und Überleben von Zellen sowie deren Stoffwechselprozesse beeinflussen. Diese zellbasierten Tests können bei der Bewertung chemischer Stoffe bereits heute teilweise Tierversuche ersetzen und sollen dazu beitragen, die Risikobewertung künftig stärker auf tierfreie Methoden zu stützen.
Escher leitet am Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung (UFZ) in Leipzig das Department Zelltoxikologie und ist Professorin für Umwelttoxikologie an der Universität Tübingen. Ein Schwerpunkt ihrer Arbeit liegt darauf, die Verfahren für die Untersuchung großer Zahlen von Chemikalien sowie komplexer Proben nutzbar zu machen. Das ist unter anderem für den Nachweis und die Bewertung von Mikroverunreinigungen relevant – etwa von Arzneimittelrückständen und anderen Substanzen in der Umwelt.
Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden,
dass wir Cookies verwenden. Weitere Informationen zum Datenschutz erhalten Sie über den folgenden Link:
Datenschutz